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Am vergangenen Samstag fand die diesjährige Jahresabschlussübung der FF Wolterdingen statt. Die Feuerwehr hatte wie in den vergangenen Jahren wieder die Bevölkerung des Dorfes zum Zuschauen eingeladen. Dank des schönen Herbstwetters waren auch viele Gäste erschienen.
Als angenommene Lage war diesmal eine Verpuffung innerhalb der Wolterdinger Mühle vorgegeben. Das hatte zur Folge, dass ein Feuer ausgebrochen ist und es eine starke Rauchentwicklung gegeben hat. Als die Feuerwehr den Einsatzort erreicht hat, lief ein Verletzter und unter Schock stehender „Mitarbeiter“ aus dem Gebäude. Dieser hatte versucht, das Feuer selber zu löschen und sich hierbei eine Rauchgasvergiftung und Verbrennungen zugezogen. Ein Kamerad, der ausgebildeter Rettungsassistent ist, übernahm sofort die Erstversorgung und Betreuung des Patienten. Hierfür, und für viele andere Verletzungen, hält die Feuerwehr einen Notfallrucksack und medizinischen Sauerstoff vor, um noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes lebenserhaltende Maßnahmen an Verletzten vornehmen zu können.
Nach der ersten Erkundung des Gruppenführers Andre Röhrs wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und zwei Trupps rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus. Es wurde eine zweite Person im Gebäude vermisst. Ein Atemschutztrupp betrat vorsichtig das Gebäude um die Person zu retten. Da nach angenommener Lage die Dunkelheit einbrach, wurden weitere Kameraden mit dem Ausleuchten der Einsatzstelle beauftragt. Hierfür wurden Halogenstrahler aufgestellt, die über das mitgeführte Aggregat mit Strom versorgt wurde.
Beim Auffinden der Person im Gebäude wurde festgestellt, dass diese sich im ersten Obergeschoss befindet und nicht mehr über die Treppe das Gebäude verlassen kann. Durch die starke Verqualmung musste die zu rettende Person mit einer Fluchthaube über dem Kopf ausgestattet werden um nicht zuviel Rauch einzuatmen. Nach Rücksprache mit der zweiten Gruppenführerin Nadine Warneke wurde außen eine Steckleiter in Stellung gebracht und die Person mit einem Rettungsknoten gesichert und über die Leiter ins Freie gebracht.
Auch diese Person wurde vom Rettungsassistenten und Sanitätshelfer versorgt. Nachdem das „Feuer“ gelöscht war, die Patienten versorgt waren und weiter keine Gefahr bestand, hieß es dann „Zum Abmarsch fertig“ und die Kameraden packten ihre Gerätschaften wieder ein.
Direkt nach der Übung hatten die Gäste die Möglichkeit sich die Gerätschaften der Feuerwehr näher erklären und zeigen zu lassen. Hierbei kam zur Sprache, dass die moderne Technik sehr große Vorteile mit sich bringt. Gerade im Bezug auf die Menschenrettung und der Brandbekämpfung.
Zum Abschluss der Übung waren die Gäste zu Kaffee und Kuchen im Gerätehaus eingeladen. Dieses Angebot wurde von vielen angenommen und man saß noch einige Zeit zum gemütlichen Klönschnack zusammen.
Die Übung fand unter den Augen des stellvertretenden Stadtbrandmeisters Aloys Dayen und Ortsbrandmeister Hans-Georg Blumenthal statt, beide waren mit der Leistung sehr zufrieden. |